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KRAKEN Smart Housing © UWW

by Michael Goldschmidt 9.17

KRAKEN Smart Housing © UWW

KRAKEN Smart Housing mit optionalem Weitwinkelvorsatz © UWW

KRAKEN Smart Housing - Anzeige mit Drucksensor © UWW

KRAKEN Smart Housing © UWW

KRAKEN Smart Housing © UWW

KRAKEN Smart Housing  - Unterdruckpumpe © UWW

KRAKEN Smart Housing - Unterdruckventil © UWW

KRAKEN Smart Housing - optionale Schiene mit Handgriffen und Lampenarm  © UWW

KRAKEN Smart Housing mit Weitwinkel © UWW

KRAKEN Smart Housing  - Originalaufnahme © UWW

KRAKEN Smart Housing  - Originalaufnahme © UWW

KRAKEN Smart Housing  - Originalaufnahme © UWW

KRAKEN Smart Housing  - mit Hydra 5000 Leuchten © UWW

Mittlerweile werden mit  Abstand die meisten Fotos weltweit mit einem Smartphone aufgenommen.  Und die Qualität der modernen, hochauflösenden Kameramodule in den Telefoncomputern überzeugt beim Video- und Fotomodus. Sehr zum Leidwesen der klassischen Kamerahersteller, die ihre Kompaktkameras nicht mehr an die Frau, den Mann bringen können. Dennoch, die mit Abstand wenigsten Fotos weltweit werden unter Wasser mit einem Smartphone gemacht. Mit dem KRAKEN kann sich das aber ändern.

Im Mai dieses Jahres bekamen wir Besuch in der Redaktion von Ingo Vollmer, Fa. MARLIN, im Gepäck das brandneue KRAKEN UW – Gehäuse für Smartphones und das Foto/Videolichtsystem HYDRA. Jetzt sind alle Zertifizierungen abgeschlossen, um die aus Kanada importierten KRAKEN Produkte in der EU vertreiben zu können.

Die Idee, Smartphones tauchtauglich zu machen, ist nicht neu. Es gab in den vergangenen Jahren unterschiedliche Ansätze, entsprechende Produkte auf den Markt zu bringen. Selbst hochwertige Lösungen scheiterten an drei Punkten: Fehlende Kompatibilität für unterschiedliche Smartphone Modelle,  interessante aber nicht von möglichen Usern angenommene Softwareausstattung mit entsprechender Hochpreisigkeit,  Zurückhaltung davor, seinen Smartphonecomputer den Risiken des Unterwassereinsatz auszusetzen – Vorbehalt gegen die wirklich dichte Verpackung.

Alle drei zu Bedenken beitragenden Positionen sind von KRAKEN aus der Welt geschafft worden, so dass eine neue Ära der Unterwasserfotografie mit dem Smartphone nichts mehr im Weg steht.
Sie können mit ein und demselben Gehäuse die unterschiedlichsten Smartphones von Apple, Samsung und wie sie alle heißen verwenden, wenn diese maximalen Maße eingehalten werden:  Länge 158,2 mm, Breite 83 mm, Höhe 9 mm. Damit ist das KRAKEN absolut gegenwarts- wie auch zukunftstauglich, ein Modellwechsel bedeutet keinesfalls das Aus für das Gehäuse.
Es besteht auch nicht der Ehrgeiz, das Smartphone im Gehäuse in einen Tauchcomputer zu verwandeln. Das wäre zwar schick und das gibt’s am Markt, doch da ist die Technik am Userinteresse vorbeigeschossen. Beim KRAKEN haben Sie die Wahl zwischen zwei Gehäusevarianten, entweder mit Druck- und Temperatursensor oder ohne. Die kostengünstigere Lösung lässt Sie sich voll auf die Foto- und Videoaufnahme konzentrieren, die etwas teurere Version mit den zusätzlichen Sensoren zeigt auf dem Bildschirm außerdem die aktuelle Tauchtiefe, die größte Tauchtiefe, die Tauchzeit und die Temperatur.
Vielleicht einem der wichtigsten Punkte, warum man sein Smartphone nicht einem Gehäuse anvertrauen möchte, hat KRAKEN auch eine Lösung entgegen zu halten. Sie ist von der Idee nicht neu und wird auch bei verschiedenen professionellen UW – Gehäusen angewandt, in denen vielfach teurere Kameras eingesetzt werden. Ob ein Gehäuse dicht ist, kann man einfach überprüfen, indem man im Gehäuse einen Unterdruck erzeugt. Mit einer Pumpe wird Luft aus dem Gehäuse abgesaugt, der sich dann aufbauende Unterdruck beweist, dass das Housing dicht ist. Das zeigen Leuchtdioden an, die mit dem Innendrucksensor verbunden sind. Leuchtet GRÜN, ist alles dicht, bei ROT muss der Haupt O-Ring auf Schmutzablagerungen oder Beschädigung überprüft werden. Eine gute Lösung wie wir meinen. Sicherheitshalber soll der Unterdruck für 30 Minuten vor Beginn des Tauchgangs durch grünes Licht bestätigt sein, dann ist man wirklich auf der sicheren Seite.

KRAKEN Gehäuse

Das Gehäuse ist aus eloxiertem Aluminium gefertigt. Das Sichtfenster für die Kameraoptik und vor dem Bildschirm im Rückdeckel besteht aus hochwertigem Plycarbonat. Der Rückdeckel ist mit einem kräftigen Scharnier am Body befestigt, verschlossen wird das Gehäuse mit einem gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesicherten Exzenter Griffknauf.  Eine große Wippe in Verlängerung der rechten Gehäuseoberseite dient als Fotoauslöser bzw. Video Start/Stop. Unter der Wippe gibt eine aufgesetzte Griffschale Halt für die Finger, wird keine optionale Kameraschiene mit Handgriffen verwendet.
Mit 5 Drucktasten im Rückdeckel werden die Smartphone – Funktionen angesteuert. Mit „Mode“ wählen Sie zwischen Foto oder Videofunktion und der Rückschau der letzten Aufnahmen. MF / AF steuert die Wahl zwischen manuellem und automatischem Focus. „Filter“ greift in den Weißabgleich ein, den können Sie automatisch belassen oder bei Verzicht auf Zusatzlicht, für Totalen unter Wasser, einen Rot- bzw. Magentafilter aktivieren. So gelingen in blau- bzw. grüntonigem Wasser in Tiefen zwischen 5 und 20 Metern Aufnahmen mit natürlicher Farbwirkung. Diese Filter werden von der App generiert, die vor Einsatz des Smartphones installiert werden muss. Dazu aber später mehr.
Die Menu Taste verschafft Zugang zu verschiedenen Aufnahmeoptionen und dient zusätzlich als „Aus“ – Schalter. Hat sich die Smartphone Kamera nach einigen Minuten ohne eingesetzt zu werden abgeschaltet, erfolgt die Aktivierung über die Aufnahmewippe.
An der Vorderseite des Gehäuses ist der Port für die Vakuumpumpe und darüber platziert das UW-Mikrofon.
Das KRAKEN hat eine eigene Stromversorgung mit zwei handelsüblichen AAA Zellen. Eine kleine Leuchtdiode im Gehäuseinneren signalisiert grün blinkend die ausreichende Spannung in den Batterien. Diese versorgen auch die Dioden im Rückdeckel zur Anzeige des Unterdrucks.
Der Blick ins Gehäuse zeigt ein aufgeräumtes Ambiente. Zur einfachsten Anpassung an verschiedene Smartphones ist der Halter gefedert gelagert. Im Rückdeckel eingearbeitete Schaumstoffpolter sorgen für sanften Andruck. Vergoldete Kontakte im Rückdeckel übertragen im geschlossenen Zustand die Steuerbefehle der Drücker auf federnd gelagerte Pins, die zur Elektronik im Gehäuse führen.
Diverse Gewindebohrungen unterhalb des Objektivfensters und am Gehäuseboden sind für die Anbringung von Zubehör integriert.
Das KRAKEN Housing gibt es in zwei Varianten – mit oder ohne Druck- und Temperatursensor - , die sich äußerlich nicht unterscheiden und nur in Verbindung mit der App auf dem Bildschirm sichtbar werden.

Die App

Ohne die kostenlose App zum Betrieb des Smartphones im Gehäuse geht nichts. Auf der Website von KRAKEN ist die Android App unter www.krakensports.ca/Smart-Housing.php direkt herunterzuladen. Im Apple Appstore suchen Sie nach „Kraken Housing“ und installieren alles wie gewohnt.
Vor dem Einsetzen des Smartphones ins Gehäuse aktivieren Sie die App, damit es mit der Elektronik kommunizieren kann. Automatisch wird auf die Kamerafunktionen umgeschaltet, der Bildschirm ist entsprechend aktiv, der Blitz wird abgeschaltet und der Zugriff auf die über die Drucktasten zu steuernden Funktionen ermöglicht. Beim KRAKEN mit Außendrucksensor erscheint am rechten Bildschirmrand die Anzeige für die größte erreichte Tauchtiefe, die aktuelle Tauchtiefe, die Tauchzeit und die Temperatur.

Lieferumfang und optionales Zubehör

Das KRAKEN wird in einem praktischen Case geliefert, in dem das Gehäuse in einem Schaumstoffeinsatz sicher transportiert werden kann. Mit dabei sind Reserve O-Ringe, ein O-Ring Heber, eine Handschlaufe und die Vakuumpumpe.
Optional sind lieferbar ist ein Weitwinkelvorsatz mit 168° Blickwinkel unter Wasser, ein Doppelhandgriff mit Aluschiene zur Anbringung von UW Foto- und Videolicht, ein Adapter zur Anbringung des Weitwinkel bzw. der  Makrolinse. Dieses Zubehör stellen wir in einem weiteren Beitrag gesondert vor.
Für den Einsatz des KRAKEN empfiehlt sich die multifunktionale Foto- und Videoleuchte Hydra 5000 desselben Herstellers - zum Testbericht im Magazin

Praxis

Wer ein Smartphone bedienen kann, kommt mit dem KRAKEN Gehäuse sofort zurecht. Die Installation und Einrichtung der App ist problemlos. Das einzige Gefummel, das es vielleicht geben kann, liegt an einer fest sitzenden Smartphone Schutzhülle, die vom User individuell  angebracht wurde und das Gerät dicker als 9 Millimeter gemacht hat. Ansonsten ist alles easy, da das Smartphone ausschließlich über die App mit dem Gehäuse in Verbindung tritt, ohne Steckkontakte, nicht einmal das Mikrofon muss extra angeschlossen werden. Es bleibt sogar noch etwas Platz für kleine Silikagelbeutel, um das Gehäuse vor Feuchtigkeitsniederschlag zu bewahren.
Das einzige, was Sie beachten sollten, ist vor Aktivierung der App eine eventuelle automatische Helligkeitssteuerung des Smartphone Bildschirms zu deaktivieren und diese manuell auf höchste Helligkeit einzustellen, damit Sie unter Wasser Ihr Motiv deutlich beobachten können.
Mit der Bedienung ist man dann auch schnell vertraut und das Foto- und Videovergnügen kann beginnen.
Ohne optionales Weitwinkel liegen die Motive eher im Nahbereich oder erfordern eine wirklich gute Sichtweite (Pool, klarer Bergsee usw.). Die Planscheibe vor dem Objektiv verlängert die Brennweite typischerweise um 1/3, so dass etwa die Optik des iPhone 6S von 28 Millimeter Weitwinkel auf  gut 37 Millimeter verlängert wird.   
Zwei Praxistipps noch mit auf den Weg gegeben: Die dauerhafte Aktivierung der Foto- und Videofunktion und der Bluetooth Verbindung zum Gehäuse verbraucht vermehrt Energie des Smartphone Akkus, auch wenn die App automatisch nach 5 Minuten nicht aktiv verwendeter Kamerafunktion in den Sleepmodus wechselt. Beginnen Sie einen Fototauchgang nur mit vollem Smartphoneakku und regenerieren Sie das Gerät mit einem schnell ladendem USB Charger. Haben Sie als Apple User zum Smartphone noch ein iPad, nehmen Sie dieses Ladegerät, das bringt den Akku wesentlich flotter wieder auf 100%.
Und, die längerfristig aktivierte Kamerafunktion mit eingeschaltetem Bildschirm erwärmt jedes Smartphone. Um eine thermisch negative Auswirkung auszuschließen, sollte unserer Meinung nach ein Smartphone ohne zusätzliche Hülle ins Kraken eingelegt werden.
Und letztlich, die Bildergebnisse sprechen für sich.

Fazit

Einfacher geht’s nicht. Ab KRAKEN hat jeder, der im Besitz eines modernen Smartphone ist, die Möglichkeit, dessen bestechende Kameraqualität auch unter Wasser zu nutzen. Digitale Kompaktkameras sind nicht in der Lage, diese Qualität zu toppen. Kleiner, universeller kann ein UW-Fotoequipment nicht sein, das einmalig am Markt, auch Platz für unterschiedliche und zukünftige Smartphonemodelle bietet.


Fakten

Hersteller KRAKEN
Typ: Smart Housing
Importeur: MARLIN
Material: Eloxiertes Alu, Acryglas
Smartphone Modelle: Apple und Android
Maximalgröße für Smartphone: 158x83x9mm
Ansteuerung: Kostenlose App, Bluetooth
Kamerasteuerung: 6 Drucktasten, elektronisch
Gewicht: 850 g
Einsatztiefe max: 80 Meter
Varianten: Mit und ohne Außendrucksensor
Besonderheiten: Dichteprüfung mit Unterdruckpumpe, UW Mikrofon
Zubehör optional: Weitwinkel, Nahlinse, Schiene mit Handgriffen, Foto/Videolicht
Preis KRAKEN Universal ohne Drucksensor € 309,-
Preis KRAKEN Universal mit Drucksensor € 379,-

Vertrieb: www.marlin.de


 

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